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Holzlexikon · Laubholz

Garapa

Apuleia leiocarpa

Allgemeine Beschreibung

Garapa, im Handel auch Grapia oder Amarelinho, ist unter den Terrassenhölzern das freundlichste: goldgelb im Ton, feinfaserig und mit einer glatten Oberfläche, die kaum splittert.

Genau das macht es zur ersten Wahl für Terrassen, die barfuß genutzt werden – am Pool, auf der Dachterrasse, im Familiengarten. In Härte und Dauerhaftigkeit steht es Bangkirai nur wenig nach.

Eigenschaften von Garapa

Der goldgelbe Grundton dunkelt zunächst leicht nach und vergraut dann gleichmäßig silbrig. Mit Pflegeöl lässt sich der warme Ton über Jahre halten.

Die feine, gleichmäßige Faser ist der entscheidende Vorzug: Die Oberfläche bleibt glatt, Splitter sind kaum ein Thema.

Eigenschaften im Überblick:

  • feinfaserig und splitterarm
  • warmer goldgelber Farbton
  • hart und abriebfest
  • hohe natürliche Dauerhaftigkeit
  • gleichmäßiges Erscheinungsbild
  • gut zu ölen

Technische Merkmale

Merkmal Beschreibung
Holzart Laubholz
Botanischer Name Apuleia leiocarpa
Herkunft Südamerika, überwiegend Brasilien
Farbe Goldgelb bis hellbraun, vergraut silbrig
Struktur Feinfaserig, gleichmäßig, matt glänzend
Rohdichte ca. 800–900 kg/m³
Festigkeit Hoch
Bearbeitung Gut möglich, Hartmetall erforderlich
Natürliche Dauerhaftigkeit Gut

Verwendung

Garapa wird vor allem für begehbare Außenflächen eingesetzt:

  • Terrassendielen, besonders im Barfußbereich
  • Poolumrandungen und Dachterrassen
  • Fassadenverkleidungen
  • Zäune und Sichtschutzelemente
  • Parkett im Innenbereich
  • Gartenmöbel

Verarbeitung und Oberflächenbehandlung

Die Bearbeitung ist mit Hartmetall gut möglich. Vorbohren und Senken sind wegen der Dichte notwendig.

Edelstahlbefestigungen verwenden. Garapa neigt weniger zu Auswaschungen als Bangkirai, ganz frei davon ist es aber nicht.

Ein Erstanstrich mit farblosem oder leicht pigmentiertem Terrassenöl hält den goldenen Ton. Ohne Behandlung ist die Vergrauung nach etwa einem Jahr abgeschlossen.

Vorteile von Garapa

  • splitterarm und barfußfreundlich
  • sehr gleichmäßiges, warmes Farbbild
  • hohe Härte und Dauerhaftigkeit
  • geringere Neigung zu Rissen als Bangkirai
  • gut zu pflegen
  • gutes Verhältnis von Preis und Eigenschaften

Zu beachten

Wie alle schweren Tropenhölzer arbeitet Garapa merklich. Ausreichende Fugenbreite und eine hinterlüftete Unterkonstruktion sind Voraussetzung.

Die Verfügbarkeit schwankt stärker als bei Bangkirai. Für größere Projekte lohnt eine frühzeitige Reservierung.

Nachhaltigkeit und Herkunft

Garapa stammt aus südamerikanischen Tropenwäldern. Legalität und nachhaltige Bewirtschaftung sind über Zertifikate nachzuweisen.

Für tropische Hölzer gilt eine gesetzliche Sorgfaltspflicht: Herkunft und Legalität müssen über die gesamte Lieferkette dokumentiert sein. Wir beziehen ausschließlich Ware mit vollständigen Nachweisen und können auf Wunsch FSC- oder PEFC-zertifizierte Qualitäten anbieten.

Zusammenfassung

Garapa ist das barfußfreundliche Terrassenholz: feinfaserig, splitterarm und goldgelb im Ton, bei fast der Härte und Dauerhaftigkeit von Bangkirai. Besonders geeignet für Pool und Dachterrasse.