Zum Inhalt springen
05741 / 320 1944
Holzlexikon · Nadelholz

Redwood

Sequoia sempervirens

Allgemeine Beschreibung

Redwood (Sequoia sempervirens), der Küstenmammutbaum, liefert ein Holz, das eine seltene Kombination bietet: Es ist sehr leicht und trotzdem von Natur aus dauerhaft.

Verantwortlich dafür sind die Gerbstoffe im Kernholz, die Pilze und Insekten abhalten. Ein chemischer Holzschutz ist im Außenbereich nicht erforderlich – ein Grund, warum Redwood in Kalifornien seit Generationen für Fassaden, Terrassen und Gartenbauten verwendet wird.

Eigenschaften von Redwoodholz

Das Kernholz ist rötlich-braun bis zimtfarben, der schmale Splint deutlich heller. Im Freien entwickelt unbehandeltes Redwood eine silbergraue Patina, ohne dass die Dauerhaftigkeit darunter leidet.

Das Holz ist harzfrei, arbeitet wenig und neigt kaum zu Verzug. Weil es weich ist, verträgt es allerdings keine punktuelle Belastung.

Eigenschaften im Überblick:

  • hohe natürliche Dauerhaftigkeit ohne chemischen Schutz
  • sehr geringes Gewicht
  • harzfrei
  • geringes Quell- und Schwindverhalten
  • warmer rötlicher Farbton
  • gute Wärmedämmwirkung

Technische Merkmale

Merkmal Beschreibung
Holzart Nadelholz
Botanischer Name Sequoia sempervirens
Herkunft Pazifikküste Nordamerikas
Farbe Rötlich-braun, vergraut im Freien silbrig
Struktur Geradfaserig, gleichmäßig, matt
Rohdichte ca. 380–450 kg/m³
Festigkeit Gering bis mittel
Bearbeitung Sehr gut möglich
Natürliche Dauerhaftigkeit Gut bis sehr gut

Verwendung

Redwood spielt seine Stärken im bewitterten Außenbereich aus:

  • Fassadenverkleidungen und Schalungen
  • Terrassenbeläge im leicht beanspruchten Bereich
  • Gartenhäuser, Pergolen und Sichtschutz
  • Balkonverkleidungen
  • Fensterläden
  • Innenausbau mit Sichtcharakter

Für stark beanspruchte Terrassenflächen ist ein härteres Holz die bessere Wahl – Redwood ist dauerhaft, aber weich.

Verarbeitung und Oberflächenbehandlung

Redwood lässt sich sehr leicht sägen, hobeln und fräsen. Scharfe Werkzeuge sind wichtig, damit die weiche Oberfläche nicht ausfasert.

Für Befestigungen im Außenbereich sind Edelstahlschrauben Pflicht: Die Gerbstoffe reagieren mit Eisen und hinterlassen dunkle Läufer im Holz.

Wer die rote Farbe halten möchte, arbeitet mit einem pigmentierten Öl und einer regelmäßigen Auffrischung. Ohne Behandlung vergraut die Oberfläche gleichmäßig.

Vorteile von Redwoodholz

  • dauerhaft ohne Kesseldruckimprägnierung
  • sehr leicht und dadurch einfach zu montieren
  • formstabil bei Feuchtewechsel
  • harzfrei, keine Austritte
  • attraktiver warmer Grundton
  • gleichmäßige Vergrauung im Freien

Zu beachten

Die geringe Härte macht das Holz anfällig für Kratzer und Druckstellen. Auf Terrassen mit Möbelverkehr oder Hundekrallen zeigt sich das schnell.

Die Festigkeitswerte sind niedrig, für tragende Bauteile ist Redwood nur mit entsprechender Dimensionierung geeignet.

Nachhaltigkeit und Herkunft

Altbestände des Küstenmammutbaums stehen unter Schutz. Das im Handel verfügbare Holz stammt aus bewirtschafteten Zweitwäldern, bei denen die Nachhaltigkeit über Zertifizierung nachweisbar ist.

Wir beziehen Redwood nur mit dokumentierter Herkunft. Fragen Sie bei Bedarf nach FSC-zertifizierter Ware – die Verfügbarkeit ist gegeben, aber begrenzt.

Zusammenfassung

Redwood verbindet natürliche Dauerhaftigkeit mit sehr geringem Gewicht. Für Fassaden, Gartenbauten und leicht beanspruchte Terrassen eine langlebige Lösung ohne chemischen Holzschutz.