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Holzlexikon · Nadelholz

Zeder

Cedrus spp. / häufig Thuja plicata im Handel

Allgemeine Beschreibung

Zeder ist eine traditionelle Handelsbezeichnung für verschiedene Nadelhölzer mit charakteristischen aromatischen Eigenschaften. Im professionellen Holzhandel werden insbesondere die Libanon-Zeder (Cedrus libani), die Atlas-Zeder (Cedrus atlantica) sowie häufig auch die Westliche Rotzeder (Thuja plicata) unter der Sammelbezeichnung Zeder geführt.

Aufgrund des geringen Gewichts, der guten Formstabilität, der angenehmen Duftstoffe und der natürlichen Widerstandsfähigkeit wird Zedernholz seit Jahrhunderten für hochwertige Innen- und Außenanwendungen eingesetzt.

Eigenschaften von Zedernholz

Zedernholz besitzt je nach Art eine helle gelblich-braune bis rötlich-braune Färbung und eine meist geradfaserige, gleichmäßige Struktur. Besonders die Westliche Rotzeder ist für ihre warme rötliche Farbe und die feine Maserung bekannt.

Charakteristisch sind die enthaltenen ätherischen Öle, die dem Holz seinen typischen Duft verleihen und zu einer erhöhten Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit und Insekten beitragen.

Eigenschaften im Überblick:

  • leichtes und formstabiles Holz
  • angenehmer aromatischer Duft
  • natürliche Widerstandsfähigkeit
  • gute Bearbeitbarkeit
  • geringe Neigung zum Verziehen
  • hochwertige, warme Holzoptik

Technische Merkmale

Merkmal Beschreibung
Holzart Nadelholz
Botanischer Name Cedrus spp. / häufig Thuja plicata im Handel
Herkunft Mittelmeerraum, Nordamerika und Asien
Farbe Hellgelb bis rötlich-braun
Struktur Geradfaserig, fein bis mittelgrob
Rohdichte ca. 350–550 kg/m³ (artenabhängig)
Festigkeit Gering bis mittel
Bearbeitung Sehr gut möglich
Natürliche Dauerhaftigkeit Gut bis sehr gut (artenabhängig)

Verwendung

Zedernholz wird aufgrund seiner besonderen Eigenschaften vielseitig eingesetzt:

  • Fassadenverkleidungen
  • Dachschindeln
  • Außenbekleidungen
  • Garten- und Landschaftsbau
  • Innenausbau
  • Wand- und Deckenverkleidungen
  • Saunen
  • Möbelbau
  • Kisten und Schatullen
  • Kleiderschränke und Truhen

Besonders die Westliche Rotzeder ist im modernen Holzbau für langlebige, leichte und witterungsbeständige Fassaden sehr beliebt.

Verarbeitung und Oberflächenbehandlung

Zedernholz lässt sich sehr gut sägen, hobeln, fräsen, bohren und schleifen. Aufgrund der weichen Struktur entstehen glatte Oberflächen mit geringem Bearbeitungsaufwand.

Die Oberfläche kann unbehandelt bleiben und entwickelt im Außenbereich eine silbergraue Patina. Alternativ kann das Holz mit Ölen oder Lasuren behandelt werden, um die natürliche Farbgebung zu erhalten.

Bei Verklebungen und Beschichtungen sollten die natürlichen Inhaltsstoffe des Holzes berücksichtigt werden.

Vorteile von Zedernholz

  • sehr gute Formstabilität
  • geringes Gewicht
  • natürliche Widerstandsfähigkeit
  • angenehmer Duft
  • attraktive Farbgebung
  • vielseitig im Innen- und Außenbereich einsetzbar

Zu beachten

Die Bezeichnung „Zeder“ ist im Holzhandel nicht eindeutig und kann unterschiedliche Holzarten umfassen. Für technische Anwendungen sollte daher immer die genaue botanische Herkunft geprüft werden.

Aufgrund der vergleichsweise geringen Härte ist Zedernholz empfindlicher gegenüber mechanischer Beanspruchung als viele Laubholzarten.

Nachhaltigkeit und Herkunft

Zedernholz stammt je nach Art aus unterschiedlichen Regionen der Erde. Besonders bei tropischen oder importierten Qualitäten ist auf eine nachvollziehbare Herkunft und nachhaltige Bewirtschaftung zu achten.

Die Westliche Rotzeder aus Nordamerika wird häufig aus kontrollierter Forstwirtschaft bezogen und ist aufgrund ihrer langen Lebensdauer ein geschätzter Werkstoff im nachhaltigen Holzbau.

Zusammenfassung

Zedernholz ist ein leichtes, formstabiles und charaktervolles Nadelholz mit angenehmem Duft und guten natürlichen Schutzeigenschaften. Je nach Art eignet es sich hervorragend für Fassaden, Innenausbau, Möbel, Schindeln und hochwertige dekorative Anwendungen.